Kolumne

VEGAN: die besten Tipps für Einsteiger

Veganismus sehen ja viele als eine große Herausforderung an, egal ob für die eigene Küche oder fürs Essen mit Freunden. Heute möchte ich meine persönlichen  Erfahrungen mit Euch teilen. 

Was kann man essen, wenn man „gar nichts mehr essen kann“?

Hier meine TOP DREI Empfehlungen. Entdeckt Tipps für Fleischersatz zum Schlemmen, einen kleinen Reminder für Lockerheit und zuletzt noch meine Auffasung zum vegan-Fitness Hype um diverse Proteinpulver. 

1. Back to the basics: veganer Fleischersatz. 

    Zwar gibt es sie, die Veganer, die sich schon immer total gesundheitsbewusst also von viel Gemüse ernährt haben. Aber es gibt eben auch die, die eigentlich schon auf den Geschmack von Würstchen oder gebratenem Hühnchen stehen. 

    Ich zähle auch dazu. Mittlerweile besteht meine Nahrung zwar zu 90% aus Gemüse und Obst, aber das war und ist nicht immer so. 

    Wenn man noch an den würzigen Geschmack und die Art der Fleischgerichte gewöhnt ist, dann können einem verarbeitete „fake“ Produkte ziemlich das Leben retten. Und sie helfen bei gemeinemsamen Essen mit Freunden, dass niemand eine lange Nase zieht weil es ja nur Salat gäbe.. 

    Am allerliebsten hab ich da die Produkte von LikeMeat

    • Geschmack: Die Produkte riechen und schmecken authentisch. 
    • Zutaten bekommen auch ein OK, da es eine übersichtliche Liste von Naturprodukten ist. 
    • Zubereitung ist wirklich easy, sogar leichter als bei echtem Fleisch. Vorteil: ihr müsst nicht warten, bis es durch ist und die Gewürze sind auch schon dabei. 
    • breite Poduktpalette, ihr findet alles von Bratwurst, über Dönerchunks bis hin zu den einfach BESTEN Burgerpatties. Und sogar eine Gemüselinie gibt es: kein Soja sondern der Hauptbestandteil aus Erbsenprotein (super lecker zu Salaten). 
    • Zu Finden ist die Marke beinahe in jedem ReWe oder Edeka, auf Onlineshops wie allesvegetarisch und in vielen Bioläden. 

       2. Ersetzt und trennt euch nicht direkt von allem. 

    Niemand kann von heute auf Morgen vegan oder komplett vegetarisch werden. Das bedarf einige Gewöhnzeit. An den Geschmack und den neuen Umgang mit Lebensmitteln. Probierst du eine Scheibe veganen Käse nach dem du einen leckeren französischen Käse gegessen hast, dann schmeckt der einfach nur schlecht und gummiartig. Ich hättte niemals gedacht, dass mir so etwas mal schmecken könnte. Mittlerweile liebe ich meinen veganen Scheibenkäse von SimplyV.

    Doch unabhängig vom Geschmack kann auch das Nein sagen schwer sein. Noch nach vier Jahren fällt es mir schwer, wenn gerade ältere Menschen einfach vergessen, dass ich mich vegan ernähre und mir etwas gekocht haben, was es eben nicht ist. Dann macht es die Welt auch nicht besser, stur und abgeneigt gegen etwas zu sein, was immerhin noch Nahrung ist. Es gibt schließlich genug Menschen, die eben zu dieser keinen Zugang haben. Und ja, ich behaupte trotzdem, dass ich eine  100%  Veganerin sein kann, denn es geht um die Einstellung und meine Haltung. 

    Zuletzt muss man sich erst mit vielen veganen Produkten auststatten und das Kochen mit diesen lernen. In meiner Familie wurde schon immer frisch gekocht, aber einen Hochleistungsmixer wie den Vitamix haben wir nie gebraucht. Nun ist er täglicher Begleiter zur Zubereitung von Pasten, Cashewcremes (als Ersatz für Sahne) oder für meine Smoothiebowls. 

    Lasst Euch also Zeit und tastet Euch Schritt für Schritt an vegane Ernährung heran. Es ist schließlich nicht nur eine Diät sondern vielmehr eine Art zu leben. 

       3. Vergesst nicht, auf Gesundheit und Ausgewogenheit zu achten. 

    Bei mir begann die Affinität zu Sport wenige Jahre bevor ich vegan wurde. Mittlerweile wurde man durch die Medien genug gelehrt, dass für jeden Menschen und besonders für Sportler eine ausreichende Proteinzufuhr wichtig ist. Ausreichend und nicht zu hoch, das scheidet der Körper sowieso nur aus. Aber nicht nur auf Eiweiß muss man achten. Genauso wichtig ist Kalzium, Zink, Eisen und alle andere.

    Hier findet ihr einen ausführlichen Bericht über Nährstoffvorkommen in pflanzlichen Lebensmitteln. 

    Um seine Proteinzufuhr etwas aufzuputschen, empfehle ich natürliche, pflanzliche Proteinpulver. 

    Es gibt zwar mittlerweile tolle Produkte von foodspring etc. aber ich empfinde das Preisleistungsverhältnis nicht gerechtfertigt. 

    Was diese Firmen mir verkaufen, kann ich auch selbst mischen. In meiner Küche habe ich große Packungen von Hanf– und Erbsenprotein. Um gleichzeitig zur Proteineinnahme auch meine Mineralstoffe und Vitamine abzudecken, gehören Pulver von der Maca-Pflanze (hat auch großen Proteingehalt und schmeckt sogar pur echt lecker süß), Weizengras oder Aronia mit zu meinen täglichen Begleitern. Am Anfang muss man da etwas experimentieren, was einem so schmeckt. Aber mit viel oder wenig Reismlich oder Sojajoghurt vermengt entstehen super leckere Drinks. Und zum Aufpeppen von Smoothiebowls sind sie der Hammer was die Farbe angeht. 

    Falls Ihr Männer oder sogar Frauen seid, die Angst haben, Gewicht zu verlieren, sind solche Getränke auch eine super Alternative. Einfach noch Obst wie Bananen dazu, Haferflocken oder sogar Mandel– oder Erdnussmus und es entstehen richtige gesunde Kalorienbomben mit dem healthy Fitness Tick 😉 

     

    Ich hoffe, Ihr konntet mit den Tipss etwas anfangen. Falls ihr noch etwas vermisst, fragt mich einfach oder hinterlasst mir ein Kommentar. Ich freue mich über jeden Versuchsveganer, Menschen die mehr vegane Produkte integrieren wollen und über Tipps von alteingesessenen Veganern 🙂 

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