Gesundheit, Kolumne

Morgenroutine: Meditation und andere Selbstverständlichkeiten

Hallo neues Zimmer. Morgenstrahlen, Geräusche der Nachbarn, vorbei fahrende Autos. Alles neu, alles anders. 

Auch ich. 

Der Wunsch nach Veränderung, am liebsten: Entwicklung. An sich selbst arbeiten. Wachsen. Stärker, ausgeglichener, schöner, intelligenter, aufmerksamer… besser werden. 

Jeden Morgen wachen wir auf mit einer neuen Portion an 24h lang Möglichkeiten. Das Beste aus dem Tag schöpfen, verbindet man doch gerne mit freien Tagen, mit Freizeit oder dem Erledigen von Aufgaben. Nicht unbedingt mit den kleinen Taten für sich selbst. Für alles, was sich da nennt: Geist, Seele, Psyche, Kopf und Herz. 

Was ich sein will, steht noch weit vor mir. In meiner Vorstellung bin ich irgendwann so zufrieden mit der Welt und mit mir, dass ich dann denken werde, es sei perfekt. Ich sei perfekt. 

Auf dem Weg dorthin, zu meinem, bestimmt etwas- bis viel älteren -Ichs versuche ich zu lernen und mir dabei Angewohnheiten anzueignen. Wie z.B. Traditionen zu entwickeln. Traditionen als Ruhepole in meinem Alltag, no matter what. 

Der Moment des Aufwachens 

Ich wache auf, die Sonne scheint an der Seite des Rolladens vorbei. Der helle, leichte Vorhang reflektiert das Licht ins Zimmer. Keine Gedanken an Eile oder To Dos. Ich bin rechtzeitig aufgewacht und habe Lust auf den Tag. 

Oil puiling, derweil eine vegane Frückstücksbowl vorbereiten und nach den 20 Minuten Kokosöl im Mund erst Zähne putzen, in den Spiegel Lächeln, dann ein Glas warmes Wasser trinken und dankbar sein für mindestens drei Dinge. Für mehr Positivität. 

Und dann… schnell eincremen, schnell anziehen und dabei schnell WhatsApp & Co abhandeln.

Hä? Ich habe doch so gut gestartet, wieso jetzt aufhören? 

Also: Wie wäre es denn mal mit Meditation? Und ohne „Abhandeln“ von irgend etwas. Wollte ich schon so so so so oft anfangen. Einmal hab ich es probiert, nach viel zu kurzer Zeit (schätzungsweise unter einer Minute), beendete ich den Versuch. Zum einen, weil ich mich schon durch das gezwungen ruhige Atmen beruhigt hatte und zum anderen, weil ich dachte: Heb Dir das doch lieber für eine ruhige Minute aus und mach es dann richtig. 

Meditation kann man nicht falsch machen. Zumindest glaube ich, das gelernt zu haben. 

Spätestens nach dem Anfänger Guide für Mediation von dariadaria wusste ich: Das ist alles gar nicht so schwer und besonders nicht unmöglich. Auch für jemandem wie mich. 

Nun aber: Wann fange ich an? Wann sitze ich wirklich auf dem Boden (der Tatsachen), schließe die Augen, konzentriere mich nur auf meine Atmung und versuche wenigstens 5 Minuten auszuharren. Um dann irgendwann wie selbstverständlich Meditation in meinen Alltag integriert zu haben und am besten sogar zu wissen, wann es zwischendurch mal kleine Wunder bewirken könnte? 

Jetzt weiß ich, wann: In dieser Wohnung, in diesem Zimmer. Wahrscheinlich sogar noch bevor das Geld für einen Teppich, auf dem ich verharren kann, da sein wird. Weil ich es will und Lust auf etwas Neues habe. Nichts neues, was ich mir kaufen kann. Auch kein neues Erlebnis, für das ich ein Ticket gebucht habe. Nichts neues, was ich mit Freunden teilen kann. 

Es ist nur für mich, für meinem Kopf oder mein Herz. 

Für meine Vorstellung vom Leben und mir als Person. Es macht mich nicht großartig aber vielleicht fühlt es sich so an. Vielleicht wird es etwas verändern, Wachstum in die richtige Richtung. Mein eigenes Ich weiterentwickelt nur mit Willenskraft und Inspiration von außen. 

Ich werde die nächsten Tage damit beginnen und bin mir sehr sicher, dass ich meine eigene, persönliche Erfahrung mit Euch teilen möchte. Für mehr Mut zum Ausprobieren. Damit wir auch mal wagen, uns total dämlich anzustellen. Und natürlich, damit wir uns weiterbilden, auch außerhalb von Vorlesungssälen, bezahlten Arbeitsstunden oder Bücherrücken. 

Liebes Internet, es ist so wunderschön, Dich zu haben. Ich möchte nicht missen, mit so vielen unbekannten Menschen und Zielen auf der Welt vernetzt zu sein. Oft zu spüren, dass da eine aufmerksame und achtsame Community wächst. Inspirieren und inspirieren lassen. 

Perfektion. Streben nach Vollkommenheit. 

Dabei bin ich es doch schon jetzt…. Oder?

Ich will so werden, wie ich bin. 

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