Kolumne

Meine erste Wohnung – Umzugschaos

In ein paar Wochen ziehen mein Freund und ich in unsere erste, gemeinsame Wohnung.
Während viele andere Nestschlüpfer sich darauf freuen, endlich Ruhe vor den Eltern und eigene Entscheidungsfreiheit zu erlangen, kann ich es kaum fassen, dass ich endlich einen eigenen Haushalt ausstaffieren kann mit all den nachhaltigen, trendy Eco-Produkten.

Genau so groß wie die Freude darüber ist aber auch die Angst vorm Chaos. Von meinem Studentenjob (und dem Gehalt meines Freundes) lassen sich noch lange nicht alle Wohnträume realisieren. Außerdem glaube ich, er zeigt mir einen Vogel wenn ich ihm gestehe, dass ich erst lange recherchieren möchte, um mich dann für das perfekte Waschmittel, Spüllappen und Schneidebrett zu entscheiden.

Nun aber hier meine beiden Favoriten aus meiner Wunschliste aka. Träume von den ersten vier Wänden:

Plastikfrei.
Jaja, das Ding mit dem schädlichsten aber unscheinbarsten aller umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffe. Ich liebe das Meer und alle seine Bewohner und LIEBE Tauchen. Leider geht das alles jede Sekunde immer mehr kaputt. Wie kann ich zulassen, dass wegen meiner Plastikflasche, der Einkaufstüte und dem Strohhalm meines Cocktails ein riesiger schöner Wal stirbt, weil in seinem Magen mehr Plastik als Nahrung befindet? Gar nicht.

Ich bin weit weg davon mich als komplett plastikfrei bezeichnen zu können, aber mein zukünftiges eigenes Bad und Küche warten nur darauf es zu werden.

Möbel für immer
„Für immer“, das ist ziemlich lang!
Viele, lange Jahre treu an unserer Seite würde mir dann auch schon reichen. Denn genau so wenig wie Plastik in den Müll gehört, sollten andere Produkte, Gegenstände oder Accessoires einfach nach kurzer Zeit im Abfall landen.
Jedes Teil auf dem Markt, ist durch eine Produktion gelaufen, hat dabei Menschen Zeit gekostet, Rohstoffe verbraucht und einen langen Weg hinter sich. Die meisten Produkte haben Menschen nicht nur Zeit gekostet, sie haben auch noch große Risiken und gesundheitliche Gefahren auf sich genommen.
IKEA (no offence), mag ja schön, preiswert und qualitativ gut sein aber kann ich dort von allen Möbeln erwarten, dass sie so lange halten, wie ich dafür Verwendung habe (ein schönes Doppelbett könnte ich ja eigentlich mein ganzes Leben behalten, also „für immer“ oder nicht?).

Problem: Geld und Aufwand.
Aber vielleicht finde ich statt des Lifetime-Betts ja wenigstens einen Teppich für immer. Oder auch nur einen Duschvorleger..

Ich bin gespannt, wie ich das alles bald vereinbart bekomme mit den Wünschen meines Freundes, dem Geldbeutel und der knallharten Realität aka. Bio-Gemüse in Plastik verpackt und Mädchenträumen von großen Kleiderschränken mit Spiegeln (hallo IKEA, see you soon, you damn dreamcatcher).

Bis dahin träume ich weiter, werde basteln was das Zeug hält, um wenigstens mein Schlüsselbrett aus Eigenarbeit an meine erste, kleine, weiße (oder blaue?) Wand hängen zu können. (seht hier meine Ideen dazu auf Pinterest, ich werde dann mein Ergebnis demonstrieren).

3 thoughts on “Meine erste Wohnung – Umzugschaos

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